Wir stellen das ebenso ungewöhnliche wie faszinierende Instrument des Jahres vor, das auch unser SummerJazz-Pin 2026 ist!
Zum 30-jährigen Jubiläum des SummerJazz wollten wir ein Pin-Instrument haben, das für Vergangenheit, Zukunft und alles dazwischen steht, für Zeitreisen und Science Fiction. Unsere Wahl fiel auf das zwar wenig bekannte, aber absolut faszinierende Theremin.
Erfunden 1920 vom russischen Physiker Lew Terem (der später als Leon Theremin in die USA auswanderte), markiert es die Geburtsstunde der elektronischen Musik. Das faszienierende: Man spielt es komplett berührungslos. Zwei Antennen erzeugen elektromagnetische Felder, die der Spieler mit seinen beiden Händen beeinflusst. Klingen tut es nach irgendwas zwischen Synthesizer und Cello.
Beim SummerJazz wird die Bochumer Top-Thereministin Gilda Razani zeigen, was professionell aus dem Instrument herauszuholen ist. Vielleicht hat der eine oder andere sie bei der Sendung DAS! rote Sofa vom 06.02.2026 bereits gesehen.
Das Theremin wird wegen seines Sounds oft mit Mystery oder Science Fiction in Verbindung gebracht. Hier spielt Gilda Razani die "Star Trek"-Melodie:
Dass es jedoch nicht auf Grusel- und SciFi-Sounds beschränkt ist, zeigen viele Videos, in denen Künstler alles von Bachs Cello-Suiten bis zu Jazz-Standards auf dem Theremin spielen. Auch Pop-Künstler der letzten 100 Jahre haben es in ihre Hits eingebaut: Die Beach Boys, die Rolling Stones oder Jean-Michel Jarre wussten den originellen Sound und die beispiellose Bühnenpräsenz dieses Instruments zu schätzen.
Lassen auch wir uns drauf ein! Der große Herbie Hancock sagte schließlich einmal: „Jazz wird zumehmend Technologien integrieren. Elektronische Instrumente, die wir uns heute noch nicht vorstellen können, werden Teil der Zukunft des Jazz sein.“
Damit jeder Besucher selbst einmal Hand anlegen (oder eben nicht, denn man berührt das Instrument ja nicht) kann, hat der SummerJazz-Verein sich extra ein eigenes Theremin bauen lassen und bietet allerlei Möglichkeiten zur Tuchfühlung an: